photo_doris_NBAuf der Generalversammlung der Lëtzebuerger Bicherediteuren, die am vergangenen 27. Februar stattfand, wurde die bisherige Vize-Präsidentin Doris Bintner einstimmig zur neuen Präsidentin des Verlegerverbands gewählt. Doris Bintner, die im Verband den Verlag Op der Lay vertritt, führte den Verband nach dem Ausscheiden des vorherigen Präsidenten DirkSumkötter (Editions Saint-Paul) in den vergangenen Monaten bereits kommissarisch. Unterstützt wird die neue Amtsinhaberin gewohnt engagiert von den übrigen Vorstandsmitgliedern: Paul Bauler (Editions Paul Bauler), Sonia Da Silva (Editions Saint-Paul),Jeanny Friederich-Schmit (Editioun Friederich-Schmit), Rob Kieffer (Editions Guy Binsfeld) und Manuel Schortgen (Editions Schortgen).

Die Präsidentin ist sich bewusst, dass sie die Aufgabe in einem schwierigen Moment übernimmt: Ein sich wandelnder Buchmarkt, gekürzte öffentliche Förderungsbudgets und eine sich verändernde Lesekultur im Großherzogtum stellen Doris Bintner und den Vorstand vor erhebliche Herausforderungen. Zudem wird Luxemburg Ende des Jahres als Gastland bei der vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels veranstalteten „Karlsruher Bücherschau“ vertreten sein – was neben diversen Messeauftritten, der mehrmals jährlich erscheinenden Newsletter „blooks“, der monatlich veröffentlichten Bestsellerliste sowie der Organisation des mittlerweile zu einem der Hauptereignisse der nationalen Buchszene avancierten „LëtzebuergerBuchpräis“ eine Menge zusätzliche Arbeit bedeuten dürfte. Doch die neue Präsidentin ist ein zuversichtlicher Mensch und hat ganz klare Vorstellungen, wie sich der Verband trotz aller Widrigkeiten konstruktiv und effizient für seine Mitglieder und das luxemburgische Buchwesen im Allgemeinen einsetzen kann und wird: „Die Aufgabe ist nicht neu, die Schwierigkeiten sind es auch nicht; je klarer wir sie definieren, umso einfacher werden wir Lösungen und Verbündete finden.“ Und so macht sich der Vorstand unter neuer Führung und mit wiedergewonnenem Elan an die Umsetzung seines ambitionierten Programms. Frei nach dem an die Situation adaptierten Motto: Augen auf und durch!